Augenerkrankungen
Alle Beiträge sind meine recherchierte Meinung ohne wissenschaftlichen Anspruch.
Heike Grigat

 

 

 

 

Augenheilkunde ist generell ein sehr komplexes, medizinisches Fachgebiet. Die Veterinärmedizin hat es zusätzlich mit verschiedenen Tierarten und darunter sehr vielen verschiedenen Rassen zu tun. Ich verzichte schon allein deshalb darauf, beispielhafte Augenerkrankungen zu erklären, denn hier soll es lediglich um die Zuordnung von Begrifflichkeiten gehen.

Vor Augenkrankheiten sind auch Hunde nicht gefeit.
Der größere Teil von ihnen ist vererbt.

 

Erbkrankheiten können in angeborene und erworbene unterteilt werden.

 

Angeborene oder kongenitale Krankheiten sind bei der Geburt bereits vorhanden oder manifestieren sich kurz danach. Dazu gehören unter anderen die folgenden Krankheiten:
Erworbene Augenkrankheiten manifestieren sich erst später im Leben eines Tieres. Einige Krankheiten werden für den Hundezüchter oder -besitzer sogar erst im Alter von acht und mehr Jahren erkennbar. Dazu gehören:
o Persistierende Pupillarmembran (MPP)
o Angeborene Katarakte (Grauer Star)
o Netzhautdysplasie
o Collie Augen Anomalie (CEA)
o Glaukom (Grüner Star)
> Primärglaukom
erbliche Fehlentwicklung des Kammerwinkels (Goniodysplasie)
Anmerkung: Bei der Goniodysplasie wird ein rezessiver Erbgang vermutet. Einen aufklärenden Gentest gibt es derzeit aber nicht.

> Sekundärglaukom
Entzündungen im vorderen Augenabschnitt

o Entropium
o Ektropium
o Distichiasis
o Nasenfalten / Trichiasis
o Erworbene Katarakte ( Grauer Star)
o Linsenluxation
o Progressive Retina Atrophie (PRA)

 

 

Für den Bolonka Zwetna gibt es seit kurzer Zeit einen Gentest lediglich für die Progressive Retina Atrophie (prcd-PRA).

 

Viele Augenerkrankungen treten erst im Laufe des Lebens auf und sind somit nicht unbedingt bei der ersten Augenuntersuchung erkennbar. Da es derzeit für den Bolonka Zwetna nur einen Gentest (PRA) gibt, sind Augenuntersuchungen der Zuchttiere immer nur eine "Momentaufnahme" die den Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Untersuchung erfassen. Sie treffen noch keine Aussage darüber, ob die Zuchttiere Normal (Gesund), Träger oder Betroffen von erblich bedingten Augenerkrankungen sind.

Bei Vorliegen gewisser erblicher Augenerkrankungen, die weder klinisch noch züchterisch relevant sind, wird ein betroffener Hund trotzdem zur Zucht zugelassen. Diese Entscheidung obliegt dem Zuchtverband der jeweiligen Hunderasse; sie kann vom Ausprägungsgrad der erblichen Veränderung und von Hunderasse zu Hunderasse unterschiedlich sein.

 

Nähere Informationen zu Augenerkrankungen finden Sie zum Beispiel auf diesen Seiten
Eyevet --- Kleintiermedizin ---Tierklinik Kaiserberg

 

Wir sind allein, völlig allein auf diesem Planeten.
Von all den Lebensformen um uns herum hat sich außer dem Hund
keine auf ein Bündnis mit uns eingelassen.
(Maurice Maeterlinck)