Impfungen
Alle Beiträge sind meine recherchierte Meinung, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind ohne wissenschaftlichen Anspruch.
Heike Grigat

 

 

Immer auf der wachsamen Suche nach dem Besten für meine Hunde, habe ich schon vor etlichen Jahren herausgefunden, dass man sich als interessierter Tierfreund aufmerksam mit dem Thema Impfungen beim Hund auseinandersetzen muss.
Heute bekenne ich mich als Impfkritikerin und dies nicht nur bei meinen Hunden, sondern auch bei mir selbst.
Ausdrücklich weise ich an dieser Stelle darauf hin, dass ich kein Impfgegner bin! Ein Impfgegner ist generell gegen Impfungen, ein Impfkritiker hinterfragt die Notwendigkeit und die Intervalle der einzelnen Impfungen.

 

Der Welpe kommt nach Hause und hat bestenfalls ein EU-Heimtierausweis mitbekommen in dem die erste Impfung eingetragen ist. Der Züchter weist darauf hin, dass eine weitere Impfung zu erfolgen hat. Warum eigentlich?
Sie dachten doch, der Welpe sei bereits geimpft?
Auf dem eingeklebten Etikett heißt es:
SHPPi oder SHPL, LT oder L4, später T.
Was verbirgt sich dahinter?

„Dass mir mein Hund das Liebste sei,
sagst du, oh Mensch, sei Sünde,
doch mein Hund bleibt mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.“

Franz von Assisi

   

 

S

Staupe

Die Staupe beim Hund ist eine Viruserkrankung (Paramyxovirus).
Neben Hunden betrifft sie viele andere Tiere wie Füchse, Wölfe, Waschbären, Frettchen, Marder, Otter oder Seehunde. Staupe führt zu ganz unterschiedlichen Symptomen, die hauptsächlich die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt sowie das Nervensystem des Hundes betreffen.
Der Erreger, das Staupe-Virus, wird über den Kontakt zu erkrankten Tieren und deren Ausscheidungen (Urin, Kot, Nasensekret etc.) übertragen.

Staupe ist nicht behandelbar, d.h. im Erkrankungsfall wird der Tierarzt lediglich symptomatisch therapieren. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 50 %.

 

 

H

Hepatitis

Die ansteckende Hepatitis beim Hund (auch HCC, Hepatitis contagiosa canis) ist eine Entzündung der Leber, die sehr unterschiedlich verlaufen kann.
Bei einem Großteil der Hunde treten keine Beschwerden auf. Sie entwickeln aber Antikörper, die sie das ganze Leben vor einer erneuten Infektion schützen.
Falls Symptome auftreten, ruft eine akute Leberentzündung (Hepatitis), Fieber, Erbrechen, Durchfall und Gelbsucht (Ikterus) hervor.
Eine Ansteckung erfolgt über Urin, Kot und Körpersekrete von anderen infizierten Hunden.

Die Hepatitis beim Hund mit auftretenden Beschwerden kann nicht ursächlich behandelt werden. Die Behandlung konzentriert sich daher darauf, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.

P

Parvovirose

Die Hundeseuche, medizinisch Parvovirose, ist eine Infektionskrankheit beim Hund. Es zeigen nur etwa zehn Prozent der infizierten Hunde Symptome, die übrigen bilden, ohne Symptome zu zeigen, eine Immunabwehr.
Infizierte Hunde scheiden die Erreger mit dem Kot aus, möglicherweise auch mit Erbrochenem und Speichel. Sie wird durch Viren aus der Familie der Parvoviridae hervorgerufen, kommt weltweit vor und zeigt sich in erster Linie durch schweres Erbrechen, hohes Fieber und Durchfall.

Generell hat ein Hund mit Parvovirose gute Heilungschancen, wenn die Hundeseuche rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

 

 

 

 

Pi

Parainfluenza

Landläufig und historisch auch Zwingerhusten genannt, weil sich Hunde in Zwingerhaltung rasant anstecken. Als Zwingerhusten bezeichnet man eine ansteckende Infektion der oberen Atemwege bei Hunden. Vor allen die Luftröhre (Trachea) und die Bronchien des Hundes sind betroffen.

Die Infektiöse Tracheobronchitis wird nicht von einem einzigen, sondern von einer Gruppe von Erregern verursacht. Diese sind
1. Parainfluenzaviren (Pi, auch CPiV)
2. Adenovirus 2 (CAV 2) und
3. Bordetellabakterien, die in Mitteleuropa vorkommen
Beim Zwingerhusten handelt es sich in der Regel nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung, sondern um eine Erkältungskrankheit beim Hund. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion. Die Symptome sind trockener, zum Teil quälender Husten. Hunde mit Zwingerhusten brauchen vor allem viel Ruhe, wenig Aufregung und Stress. Eine warme, trockene Umgebung unterstützt die Heilung.
Bei sehr heftigem Verlauf mit beispielsweise zusätzlicher bakterieller oder viraler Infektion , kann dem Tier mit Medikamenten geholfen werden.
In den meisten Fällen kommt es binnen 14 Tagen zu einer Spontanheilung.

 

L

Leptospirose

Bei der Leptospirose handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch eine Reihe von Spiralbakterien (Spirochaeten) verursacht wird.
Diese weltweit vorkommenden Erreger befallen Tiere unabhängig vom Alter, sowohl unsere Haustiere wie Hunde, Schweine , Rinder als auch kleine Nager wie Ratten, Mäuse und wildlebende Tiere. Das Ende der Infektionskette bildet der Mensch, der seltener erkrankt. Bei den Erregern handelt es sich um eine große Spiralbakterienfamilie mit fast 200 Unterarten (gegen vier von ihnen kann geimpft werden), von denen die meisten gutartig sind und sogar einige zur normalen Mundflora des Menschen zählen. Übertragen werden die Erreger durch Urin in Wasser, Erde oder Futter, sowie durch Bisswunden. Die meisten Infektionen verlaufen symptomlos oder mild. Ruft die Leptospirose Symptome hervor, treten allgemeine Mattigkeit und Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall, auf.

Die Behandlung zielt zunächst darauf ab, die Bakterien abzutöten und richtet sich im Weiteren nach dem Krankheitsverlauf.

T

Tollwut

Tollwut ist eine fast immer tödlich verlaufende Viruserkrankung, bei der Symptome wie Wesensveränderungen (Aggression, Drangwandern, Unruhe, Zerbeißen von Gegenständen) mit Speichelfluss typisch sind. Aber auch atypische Verlaufsformen kommen vor und erschweren die Diagnose. Die Tollwut (Rabies, Lyssa) wird überwiegend durch Bisse oder das Lecken an Hautabschürfungen oder Schleimhäuten übertragen.
Es ist Tierärzten in Deutschland verboten, Tiere mit vermuteter Tollwut zu behandeln, vielmehr besteht für sie die Verpflichtung ungeimpfte Tiere einzuschläfern.

Deutschland gilt seit 2008 WHO-anerkannt als tollwutfrei. Die Tollwutimpfung ist im Prinzip also nur nötig, wenn Hunde mit ins Ausland genommen werden sollen (Einreisebestimmungen) oder eine Ansteckung durch eingeschleuste Tiere befürchtet wird.

 

Weitere Ausführungen und Fakten zum Thema Tollwut siehe nachfolgend.

 

Weitere Ausführungen zum Thema Tollwut

In Norddeutschland breitet sich in den vergangenen Jahren die Fledermaustollwut aus. Dazu einige Fakten:
"Von 1977 bis heute gab es in Europa 5 (in Worten: Fünf!) Fälle von Fledermaus-Tollwut beim Menschen, den letzten 2002 in Schottland und keinen einzigen in Deutschland. Es wurde in keinem einzigen Fall von einer Ansteckung von Fledermaus zu Hund oder Katze berichtet. Selbst in Tierversuchen gelang eine Ansteckung von Hunden und Katzen mit Fledermaus-Tollwut nur durch das Einbringen sehr hoher Virus-Dosen direkt in das zentrale Nervensystem."
Quelle:
Blogeintrag Tollwut-Impfung: Wirklich noch nötig? vom 18.01.2015 von Tierarzt Ralph Rückert, Ulm.

Der Erregertyp der Fledermaustollwutviren unterscheidet sich deutlich von der klassischen Tollwut. Ein Überspringen der Viren auf Hunde ist bisher nicht bekannt. Allerdings gab es 2001 einen Fall, bei dem ein Steinmarder aus Burg in Sachsen-Anhalt an Fledermaustollwut erkrankte.
Quelle: dogs-Magazin/Gesundheit/ Tollwut

Viele Tollwutimpfstoffe besitzen offiziell eine Impfschutzdauer von bis zu drei, bei Katzen bis zu vier Jahren. Tierärzte tragen jedoch in den Impfpass allzu gerne nur einen einjährigen Impfschutz ein.
Für den Tierhalter heißt es hier also, vor der Tollwutimpfung - am besten telefonisch - zwei Dinge abzuklären: Hat der betreffende Tierarzt den gewünschten drei- oder vierjährigen Impfstoff vorrätig (wenn nein, kann er ihn bestellen?) und ist er bereit, die drei- bzw. vierjährige Schutzdauer auch in den Pass einzutragen.

 

 

Grundimmunisierung von Welpen
Säugetiere, darunter auch der Mensch, geben ihrem Nachwuchs über die Plazenta, hauptsächlich mit der Erstmilch (Kolostralmilch) Immunschutz mit, den man als Nestschutz oder maternalen Antikörpertiter bezeichnet. Der maternale Titer hat eine sogenannte Halbwertzeit, das heißt, er vermindert sich innerhalb bestimmter Fristen bis keine Antikörper mehr zu entdecken sind. Ist der Titer hoch, kann eine Impfung nicht gelingen, weil die vorhandenen Antikörper die Impfantigene quasi abfangen, bevor sie wirken können. Während die maternalen Antikörper allmählich schwinden, bildet das Immunsystem des Jungtieres selbst Antikörper und Immungedächniszellen. Dies geschieht durch den Kontakt mit Erregern oder durch Impfungen.
Um einen vollwertigen Immunschutz zu erreichen, empfehlen die meisten Impfpläne eine erste Impfung in der 8. und eine Nachimpfung in der 12. Woche, manchmal sogar eine Dritte in der 16. Woche. Nachimpfungen im 15. Lebensmonat sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen für eine vollwertige Immunität in der Regel nicht erforderlich (siehe auch nachfolgend genannte Studienergebnisse und den Beitrag zum Titer-Schnelltest).

 

 
Ständige Impfkommission Vet (StIKo Vet.)
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Der StIKo Vet. im Bundesverband Praktizierender Tierärzte (BPT) gehören Wissenschaftler und Vertreter berufsständischer Organisationen an, die sich mit der Impfung von Haustieren intensiv befassen. Die von der StIKo Vet. herausgebrachte "Leitlinie zur Impfung von Kleintieren" ist stark an die US-Impfrichtlinien angelehnt und nach eigener Angabe nicht starr und nicht verbindlich. Sie soll lediglich eine Entscheidungshilfe für den anwendenden Tierarzt darstellen. Link: Impfleitlinie

 

 

Impfnebenwirkungen 22222222222222222222222

Wie alle Medikamente, können auch die meisten Impfstoffe unerwünschte Arzneiwirkungen erzeugen. Als Nebenwirkungen gelten Symptome, die in der Regel bis zum 3. Tag nach der Impfung auftreten. Tierärzte sind angehalten Impfreaktionen dem Paul-Ehrlich-Institut zu melden. Deren Bereitschaft ist jedoch gering, wie Puplikationen des Institutes zeigen. Möglicherweise liegt es daran, dass Erkrankungen von Hund oder Katze vom Tierarzt nicht mehr mit der Impfung in Zusammenhang gebracht werden.
Auftreten können: Störungen des Allgemeinbefindens und Magen-Darm-Symptome, akutes Schockgeschehen, Herz-Kreislauf-Störungen, Atemwegssymptome, Nervenlähmungen und deutliche Reaktionen an der Impfstelle.

Es ist außerdem nicht unbedingt Zufall, wenn Hunde kurz nach Impfungen an bakteriellen Infektionen erkranken (Ohren, Augen, Darm, Harnwege). Tierhalter können in diesen Fällen auf meist ohnehin überflüssige Nachimpfungen verzichten.

Da es kaum Studien zu Impfreaktionen und Impffolgen gibt, sind auch mögliche Langzeitschäden nicht erwiesen.
Im Verdacht stehen jedoch:

o Asthma
o Epilepsie
o Arthrose

o Autoimmunerkrankungen
o Allergien
o Diabetes
o Schilddrüsenerkrankungen
o Impfsarkome (Tumore des Bindegewebes, die an Impfstellen auftreten
und oft tödlich sind)

Studien sind teuer und aufwendig. Wer sollte sie durchführen? Pharmaindustrie und Tierärzte hätten nur finanzielle Einbußen, insbesondere wenn Jahrzehnte alte Impfpraktiken womöglich geändert werden müssten.

 

 

llSchutzdauer der Impfungen

Impfstoffe werden in zwei Arten unterteilt:

Totimpfstoffe enthalten entweder ganze, abgetötete Erreger, Bruchstücke davon oder nur das Gift. So können sie sich weder vermehren noch die Krankheit auslösen.
Vorteil: In der Regel sind von Totimpfstoffen geringere Nebenwirkungen zu erwarten als von Lebendimpfstoffen.
Nachteil: Der Impfschutz lässt mit der Zeit nach und muss regelmäßig aufgefrischt werden.
Lebendimpfstoffe bestehen aus sehr geringen Mengen lebender Keime. Sie sind so abgeschwächt, dass sie sich zwar noch vermehren, aber die Krankheit nicht mehr auslösen können.
Vorteil: Bei manchen Lebendimpfungen hält der Schutz nach einer Grundimmunisierung lebenslang an.
Nachteil: Es ist möglich, dass die Impfung ähnliche Beschwerden wie die Krankheit selbst hervor ruft.
 
 
 

Wie lange Impfungen schützen, kommt auf die Art des Impfstoffes und die Art des Erregers an.
Als Faustregel gilt: Wenn die natürliche Infektion lebenslange Immunität verleiht, dann ist dies im Prinzip auch mit Impfungen möglich. Beispiel: Staupe, Hepatitis, Parvo.

Wenn trotz durchgemachter Infektion jedoch Re-Infektionen möglich sind, wird mit Impfstoffen nur vorübergehender Impfschutz erzielt. Beispiel: Leptospirose

 
     

 

 

 

 

 

 

 

 

Amerikanische Hochschulvereine, die das jährliche Impfen bei Haustieren schon Ende der 70er Jahre kritisierten, konnten ihre Kritik in Ermangelung vorhandener Studien, nur auf allgemeine Erkenntnisse über das Immunsystem der Säugetiere stützen. Die Wirkung von Impfstoffen basierten auf Erfahrungen aus der Humanmedizin. Ihre Überlegung war: Wenn man bei Menschen Lebendimpfstoffe im Prinzip nur ein- oder zweimal gibt, etwa gegen Masern, warum sollten dann bei Tieren Lebendimpfstoffe jedes Jahr gegeben werden? Tatsächlich hat es nie eine wissenschaftliche Begründung dafür gegeben, warum man Haustiere in kurzen Abständen immer wieder nachimpft.

 
     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch nun hat eine Studie (Michael C. Moore, 2015) belegt:
Wissenschaftler in den USA haben untersucht, ob Hunde, die keine gültige Tollwutimpfung mehr haben, auf eine verspätete Nachimpfung schlechter ansprechen als regelmäßig geimpfte Tiere - die Antwort ist nein. Auch Tiere haben ein Immungedächtnis.

 
     

 

 

 

 

 

 


Als weltweit die Koryphäe auf dem Gebiet der Immunologie gilt Professor
Dr. Ronald Schultz
von der University of Wisconsin. Ende 2004 veröffentlichte er eine Challenge-Studie über einen Zeitraum von knapp fünf Jahren nach der Impfung. Die Daten zeigen, dass der Impfstoff mindestens 55 Monate lang gegen SHP schützt. Spätere und längere Studien zeigten dann sogar einen Schutz von mindestens
7 Jahren.

Aus dem Blogspot: Haustiere impfen mit Verstand von August 2015
"Ron Schultz, Mitglied der WSAVA-Impfkommission, geht allerdings weiter. Er hat sich vor einigen Monaten gegenüber einem US-Fernsehsender wieder einmal in aller Klarheit zur Dauer der Immunität (DOI) geäußert. Er sei sehr enttäuscht darüber, dass Tierärzte immer noch jährlich gegen SHP nachimpfen, "wo wir doch wissen, dass das lebenslang hält" (Übers. MP)."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

       
Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.
(Mahatma Gandhi)
ertzuioioooo

Veterinärprofessor Uwe Truyen (Uni Leipzig) hat im April 2015 in Frankfurt am Main auf einer Fortbildungsveranstaltung Tierärzten die Impf-Leitlinie der Stiko Vet. erläutert.
Die Tollwut ist in großen Teilen Europas verschwunden, importierte Tollwutfälle sind extrem selten.
Laut Truyen sollte deshalb in den nächsten Jahren diskutiert werden, ob man weiterhin Millionen Katzen und Hunde gegen Tollwut impfen muss.
Eine Teilnehmerin fragte, ob man SHP bei der Erstimpfung eines ausgewachsenen Hundes ein- oder mehrmals geben müsse.
Antwort Truyen: "Einmal. Alles, was lebt, einmal."
Mit "was lebt" sind die Lebendimpfstoffe gemeint, also Staupe-Hepatitis-Parvo.
Aus: www.Haustiere impfen mit Verstand de von April 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Tierarzt bestätigt im EU-Heimtierausweis die Gültigkeit der Impfung.
Dabei richtet er sich nach...
1. ...der Impfleitlinie der StIKo Vet. o d e r
2. ...dem Hersteller (Pharmaunternehmen) des verwendeten Impfstoffes, der in seiner Gebrauchsinformationen (Beispiel 1 oder Beispiel 2) die Dauer der Immunität festlegt
.
Besonders erschreckend finde ich es, wenn der Tierarzt am Hersteller vorbei, den Einjahres-Immunschutz bestätigt, obwohl der mindestens 3 Jahre in Studien nachgewiesen hat.

 

Sowohl Impfhersteller, als auch StIKo Vet. ignorieren vorgenannte Fakten und bestehen auf regelmäßige Nachimpfungen.
Immerhin hat der Tierarztverband BTP mittlerweile eingestanden, dass jährliche Nachimpfungen auch bei Hunden medizinisch nicht begründet sind. In der Impfleitlinie heißt es für HCC, Parvovirose und Staupe: "Wiederholungsimpfungen ab dem 2. Lebensjahr in dreijährigem Rhythmus sind nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausreichend".

Das ist zwar schon ein kleiner Fortschritt, geht mir aber noch längst nicht weit genug, denn es gibt auch für dreijährliche Nachimpfungen keinerlei immunologische Begründung und so manchem praktischen Tierarzt schon viel zu weit. Verständlich, wenn man bedenkt, dass laut Veröffentlichung der Fachzeitschrift 'Veterinary Microbiology' 2006, mindestens 30 Prozent des gesamten Umsatzes der Kleintierpraxis auf dem Geschäft mit der jährlichen Impferei beruhen.


"Viele Tierärzte raten leider noch immer zum jährlichen Impfen, da sie es entweder nicht besser wissen oder einfach aus reiner Profitgier! Hinter der Impfstoffherstellung steht eine milliardenschwere Pharmaindustrie, welche natürlich daran interessiert ist so viel Impfstoff wie möglich an den Mann zu bringen. Leider zum Leidwesen der Tiere!"
Zitat: Hundeportal24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


"Es hat sich sogar der „WSAVA“ (der Weltverband der Kleintierärzte) zu diesem Thema geäußert. Und diese Äußerung ist ganz im Sinne der Tiere und auch im Sinne Ihres Geldbeutels. Denn der WSAVA hat ein Impfschema veröffentlicht, welches ganz klar darlegt, dass viele Impfungen mehrere Jahre und teilweise sogar ein Hundeleben lang anhalten! Es wird dringend davon abgeraten Hunde (und auch Katzen!) zu oft zu impfen. Ständige Wiederholungsimpfungen belasten den Körper der Tiere immens, erhöhen die Gefahr auf Impfsarkome und erhöhen den Impfschutz NICHT!" Zitat: Hundeportal24

Die Pharmaindustrie hat längst erkannt, dass sich mit der Übervorsicht der Tierbesitzer große Gewinne erzielen lassen und macht den Tierärzten das jährliche Impfen durch Vorteilspakete schmackhaft (je mehr Impfstoff – desto günstiger im Einkauf – umso mehr Gewinn für den Tierarzt!).

Immer mehr Tierhalter/-innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen ihre Hunde (und Katzen) nicht mehr jedes Jahr nachimpfen, sehr zum Mißfallen vieler Tierärzte.
Außerdem: Es gibt in Deutschland, sowie den meisten europäischen Ländern keine Impfpflicht! Sie entscheiden wogegen und wie oft, Sie sich und Ihr Tier impfen lassen.
Informieren Sie sich auf den zahlreichen Seiten im Internet oder mit Buchliteratur (Empfehlungen siehe unten). Kommen Sie zu einer Entscheidung und vertreten Sie diese deutlich gegenüber Ihrem Tierarzt.
Zum Wohle Ihre Tieres, es ist auf Sie angewiesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit April 2015 können Tierarztpraxen mittels Impftiter-Schnelltest beim Hund für Staupe, Parvovirose und Hepatitis und bei der Katze für Katzenseuche und Katzenschnupfen ganz einfach feststellen, ob eine Auffrisch-Impfung überhaupt nötig ist. Adulte (erwachsene) Hunde brauchen aus vorgenannten Gründen diesen Titer-Test in der Regel nicht, aber zur Kontrolle, ob Welpen oder Junghunde nachgeimpft werden müssen, kann dieser Test eine große Erleichterung für alle Beteiligten sein. Wichtig ist für den Tierhalter zu wissen: Hundeorganismen haben, wie Menschen, ein Immungedächtnis, laut o.g. zitierter Studie. Selbst ein geringer Titer schützt den Hund. Sind Antikörper messbar war die Impfung erfolgreich. Die Höhe spielt keine Rolle, also auch bei niedrigem Titer ist eine erneute Impfung nicht notwendig.
siehe hierzu auch: Blogeintrag Impftiter-Schnelltest vom 24.08.2015 von Tierarzt Ralph Rückert, Ulm.

 

 

Meine Zusammenfassung
 
Art
Impfstoff
Immunität
Impfempfehlung
Nachimpfung
Staupe Viruserkrankung Lebendimpfstoff > 7 Jahre
ja
nein
Hepatitis Leberentzündung Lebendimpfstoff > 7 Jahre
ja
nein
Parvovirose Infektionskrankheit Lebendimpfstoff > 7 Jahre
ja
nein
Parainfluenza Infektionskrankheit Lebendimpfstoff CAV2= >7 Jahre
Pi = > 3 Jahre
Bordetella: >6 Monate
nein
nein
Leptospirose Infektionskrankheit Totimpfstoffe > 6 Monate
nein
nein
Tollwut Viruserkrankung Totimpfstoffe > 3 Jahre
ja
nur bei Auslandreisen

 

 

 

 

Literatur- und Webseitenempfehlung
Hunde impfen mit Verstand: Sinnvolle und weniger sinnvolle Schutzimpfungen für Hunde - von Monika Peichl (Autor) Hunde impfen: Der Kritische Ratgeber, Broschüre – 2. Mai 2013 von Monika Peichl (Autor) Hunde würden länger leben, wenn ...: Schwarzbuch Tierarzt, Gebundene Ausgabe – 24. März 2011 von Jutta Ziegler (Autor)





o Zentrum der Gesundheit o Impfungen – ein kritischer Blick o Hundeportal24
o Haustiere impfen mit Verstand o Tiermedizinportal  

 

 

 

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk,
das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt
als die Freundschaft zu einem Menschen.
(Konrad Lorenz, Zoologe)